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Torsten Felstehausen

Mobilität & Bürgerbeteiligung

Einladung zur Diskussion über die Bergshäuser Brücke am 12. Januar 2017 um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Bergshausen mit Sabine Leidig (MdB, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE)

Im wahrsten Sinne, über die Köpfe der Betroffenen hinweg wird derzeit der neue Standort der Bergshäuser Brücke geplant.

Seit über 50 Jahren rollt der zunehmende Verkehr über die Häuser in Bergshausen. Seit Jahren wird die Stahlkonstruktion immer wieder provisorisch instand gesetzt, zeitweise waren Fahrspuren gesperrt. Vor allem der zunehmende Lkw-Verkehr und das immer höhere Gewicht der Nutzfahrzeuge setzen der Brücke zu.

Aber niemand hinterfragt diese Entwicklung ernsthaft. Im Gegenteil: Zukünftig sollen sogar 25 Meter lange Giga-Liner auch auf Hessens Autobahnen fahren düfen. Die Logistikzentren werden nicht dort errichtet, wo die Produktion stattfindet sondern dort, wo die Gemeinden besonders günstig Gewerbeflächen anbieten. Der zusätzliche Verkehr geht zu Lasten der Anwohner*innen.

Aber auch mit unserem täglichen Einkaufsverhalten, Aufbackbrötchen aus Polen, Krabben aus Marroko, Äpfel aus Spanien und zuletzt auch dem wachsenden Online-Einkauf tragen wir zu einer Zunahme des täglichen Verkehrs über unseren Köpfen bei.

Jetzt soll die Brücke um 500 Meter weiter Richtung Süden verschoben werden, die Menschen in Bergshausen werden vom Lärm etwas entlastet, die Einwohner*innen von Dennhausen / Dittershausen bekommen zusätzlichen Lärm ins Schlafzimmer, auch weil die Autobahn noch breiter wird (sechs anstatt vier Fahrsteifen).
Eine ökologische Verkehrsplanung muss andere Wege gehen.

DIE LINKE steht für Konzepte, die nicht einfach ein „weiter-so“ in Beton gießt, sondern die Gründe hinterfragt. Wie sieht der Verkehr in 20 Jahren aus, wenn, wie in Paris beschlossen, wir aus der Verbrennungstechnologie im Straßenverkehr aussteigen wollen?

Wer auf diese Fragen eine Antwort geben will, muss weiter denken.

  • Wie können die Anwohner*innen bei der Planung beteiligt werden?
  • Welcher Anteil des Verkehrsaufkommens kann auf die Schiene verlagert werden?
  • Wie können regionale Wirtschaftskreisläufe gefördert und ausgebaut werden?


Diese Fragen möchten wir gerne mit Ihnen diskutieren und laden Sie herzlich ein.

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